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Nov
12

Was soll das…

Jetzt geht es los…
Die ersten Geocaching-Vereine werden gegründet. Braucht Geocaching so etwas?

Auch bei uns im Team stand eine Vereinsgründung mal auf der Tagesordnung. Wurde aber einstimmig abgelehnt.
Erstmal standen die finanziellen Vorleistungen an erster Stelle:

Notargebühren = 15 €
Registrieungsgebühr beim Amtsgericht = 50 €
Bekanntmachung der Eintragung = 30 €
Sind erst mal 95 €, die aufzubringen sind. Dann kommt aber noch der Anwalt dazu, der die Vereinssatzung aufsetzt.
Keine Ahnung was so etwas kostet. Wir rechnen mal mit 200 €. Man will ja auch auf Nummer sicher gehen, dass die Satzung wasserfest ist. Sind wir bei 295 €, was man ja durchaus erst mal durch die mindestens 7 Gründungsmitglieder teilen könnte. Was dann pro Gründungsmitglied 42,14 € macht. Das ist nicht viel und sollte man schaffen. Wenn da nicht…
die jährlichen Versammlungen wären, mit dem ganzen Wahlgedöhns, der Ärger mit den nicht zahlenden Mitgliedern (wenn man überhaupt welche für seinen Geocaching-Verein gewinnen kann). Ist der Kassenwart auch wirklich ehrlich – schreibt der Schriftführer auch wirklich alles mit – stehen der Drei-Personen-Vorstand auch wirklich zu dem, was er sagt oder ist das ganze dann so wie in der Politik? Erstmal sagen und dann nichts machen!

Warum brauchen wir Geocacher überhaupt einen Verein? Wir haben doch zwei sehr große virtuelle Plätze, wo wir uns intern austauschen können:

Das grüne Geoclubforum – www.geoclub.de
Das blaue Groundspeakforum – http://forums.groundspeak.com

Und dann wären da ja noch die vielen Events und Stammtische, die es ja mittlerweile in fast jeder Stadt und auf so manch einem Dorf gibt. Also wir für uns haben erst mal gesagt, dass es von uns aus keine Vereinsgründung geben wird. Ein ganz großen Nachteil sehe ich selber noch in der Vereinsmeierei.
Wenn es einen eingetragen Geocaching-Verein in der Stadt gibt, wird dieser auch immer der Ansprechpartner für die Ordnungsdienste und Anwälte sein. Den Schuh möchte ich mir nicht anziehen, dass ich für die Scheiße, die einzelne Geocacher irgendwo bauen, zur Rechenschaft gezogen werde.
Wir als Team Celle stehen jeder Anfrage von Behörden oder Jägern immer offen gegenüber und geben auch gerne Rat, aber das war es auch. Mehr möchte ich mir und meiner Familie und auch dem Rest des Teams nicht zumuten.

Denn so wie es bis jetzt war, sollte es auch bleiben. Jeder ist für sein Tun und Lassen selber verantwortlich und soll dafür auch selber gerade stehen. Denn was ist das für ein Bild für einen Verein, wenn zwei oder drei Vereinsmitglieder, besoffen auf irgendwelchen LPC Dächern rumlaufen und sich erwischen lassen.

“Ach Herr Wachtmeister, ich bin H. Cacher gehöre zum Hinterm Hofe Geocaching Verein e.V. und mein Vereinskumpel D. Geo hat gesagt das ist hier alles voll okay so”

Fände ich scheiße und es wird so kommen!
Und genau für so einem Müll ist mir meine Zeit viel zu schade um mich wegen ein paar besoffenen Idioten mit den Behörden rum zu ärgern.

Aber jedem das seine – Leben und leben lassen – Er wird seinen gerechten weg finden

 

Nachtrag:

Kurz nach Redaktionsschluss erreicht mich noch die Meldung das die Schweizer ihren ersten Geocaching Verein gegründet haben!

Geocachingverein Embrachertal (GVE)

Mitgliederbeiträge

  • Aktivmitglied, Einzelperson: CHF 20.- = 16 €
  • Aktivmitglied, Familie: CHF 40.- = 32 €
  • Passivmitglied: CHF 10.- = 8€

Quelle: http://www.embrach.ch

Das erste Event unter dem neu gegründeten Verein hat auch schon stattgefunden: GC34Z1C

Stellt sich mir noch die Frage, “was bekomme ich dort für mein Geld?”

Im Schweizer Forum teilen sich auch die Meinungen über den GVE

 


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4 Kommentare

  1. Louis Cifer sagt:

    Verein ?
    Niemals !
    Tschüß…

  2. mister yellow sagt:

    ich seh dat so:
    wenn die cachegemeinde celle einen verein möchte, dann sollte sowas auf einen der events,stammtischen etc. angesprochen werden.bei den stammtischen etc. gibt es meiner meinung nach genug zeit oder momente die wir für wichtige anliegen,diskussionen usw. aufbringen könnten und seien es nur 30.min. pro treffen, um wichtige dinge zu besprechen, oder um einfach seine derzeitige meinung zu äußern.so etwas braucht keinen eingetragenen verein,denn mehr als geld , arbeit und nerven für die verantwortlichen zu kosten,so denke ich gerade im bezug aufs cachen, tut dieser auch nicht.ich versteh euch da voll und ganz und hätte selber auch keinen bock auf ärgereien wegen großer klappen,falsch gelegten dosen oder newbiehaftem verhalten.

    ein wenig mehr zusammenhalt der scene wäre schön,aber ein EINGETRAGENER verein ist nun wirklich nicht nötig.

    besten gruß vom mann in gelb.

  3. Martin Draheim sagt:

    Wenn der Verein einstimmig abgelehnt wurde … wer brachte dann den Antrag ein? #-)

  4. baer sagt:

    Wir leben in einer Zeit von ständigen, manchmal auch unsachlichen Angriffen von Jägern, Förstern, Naturschutzverbänden und besonders von der Presse.

    Auch die Politik nimmt uns wahr und spricht in ersten Gebieten komplette explizite Geocaching-Verbote aus. Die vorgenannten Personenkreise nutzen ihre Lobby.

    Aber wir Geocacher brauchen keine Interessenvertretung, können alle für uns selbst reden. Entschuldigung, spätestens die Politik nimmt uns dann nicht mehr Ernst.

    Schade, dass so viele Geocacher noch nicht erkennen, was die Stunde geschlagen hat.

    Wir brauchen nicht unbedingt einen Verein – aber eine Interessenvertretung – und das könnte durchaus ein Verein sein.

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